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Die Spur des Vaters

Preisgekrönter Dokumentarfilm läuft im Forum Billebrinkhöhe

Essen, 30.10.2026. Der mehrfach preisgekrönte, u.a. mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Dokumentarfilm "Die Spur des Vaters - Nachforschungen über einen unbeendeten Krieg" von Christoph Boekel (Deutschland/Rußland 1989) läuft am Dienstag, 3. November, um 19.30 Uhr im Forum Billebrinkhöhe, Billebrinkhöhe 72 in Essen-Bergerhausen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Anhand der Kriegstagebücher seines Vaters rekonstruierte der Filmemacher Christoph Boekel die Route, auf der sein Vater 1941 bis kurz vor Moskau gelangte, und wird dabei mit dem Leiden der russischen Bauern konfrontiert, die den Übergriffen der deutschen Wehrmacht ausgeliefert waren. In ihren schmerzvollen Erinnerungen ist der Krieg ebenso unbeendet wie für den Filmemacher, der sich den Gedanken und Argumenten des Vaters ausliefert, ohne abrechnen und verurteilen zu können. Indem er im steten Wechsel die Historie mit der privaten Geschichte des Vaters konfrontiert, schafft er auf intensive Weise die Voraussetzung für einen Dialog zwischen den Generationen.

DATEN UND FAKTEN

Buch und Regie: Christoph Boekel. Kamera: Wladimir Beljaew, Rainer Komers. Schnitt: Sylvia Regelin. Produktion: Eikon-Film mit ZDF 1987-89. In Zusammenarbeit mit dem Zentralen Studio für Dokumentarfilm, Moskau. 75 Minuten, 16mm Farbe und s/w Redaktion: Hans Helmut Hillrichs / Karla Krause.

Auszeichnungen: Preis der deutschen Filmkritik, Duisburg 1989; Egon-Erwin-Kisch-Preis; Internationale Leipziger Dokumentarfilmwoche 1989; 26. Adolf-Grimme-Preis 1990; Preis der "Marler Gruppe"; 1. Preis beim Robert-Geisendörfer-Preis 1991.

Christoph Boekel ist Regisseur, Autor und Produzent von Dokumentarfilmen, der sich in seinen zahlreichen Filmen häufig mit dem Thema Krieg befasst. Er absolvierte ein Diplomstudium an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film, war Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm sowie des Internationalen Dokumentarfilmfestivals München.

VERANSTALTERGEMEINSCHAFT

Zu der Vorführung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung "Das Menschliche sehen" mit Werken des Künstlers Otto Pankok und versteht sich auch als Beitrag zur aktuellen öffentlichen Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Es laden ein:
- Friedenskreis Forum Billebrinkhöhe
- Evangelische Kirchengemeinde Bergerhausen
- Wehrhaft ohne Waffen - Modellregion Essen
- Essener Friedensforum
- pax christi - Diözesanverband Essen
- IPPNW - Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkriegs - Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V., Regionalgruppe Essen

 

 

 

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