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Trauer um Dorothee Franke-Herber

Theologin war 16 Jahre lang Pfarrerin für Frauenarbeit in Essen

Essen, 08.07.2026. Die Evangelische Kirche in Essen, die Evangelische Frauenhilfe und der Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid trauern um Superintendentin i.R. Dorothee Franke-Herber, die am 8. Juli im Alter von 80 Jahren verstorben ist.

Dorothee Franke-Herber, 1946 im niedersächsischen Bassum geboren, verbrachte ihre Schulzeit in Hagen und studierte zunächst Philologie, später Evangelische Theologie in Marburg, Bielefeld-Bethel, Heidelberg und Münster. 1973 kam sie als Pastorin im Hilfsdienst nach Gelsenkirchen-Buer und übernahm dort zwei Jahre später ihre erste Pfarrstelle.

1980 wurde Dorothee Franke-Herber Pfarrerin für Frauenarbeit im damaligen Evangelischen Stadtkirchenverband Essen. Als Geschäftsführerin des Kreisverbandes der Evangelischen Frauenhilfe e.V. verantwortete sie insbesondere dessen diakonische Einrichtungen: Familien-Bildungsstätte; Evangelische Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität; Vermittlungsstelle für Müttergenesungskuren. Ihr zweiter Arbeitsschwerpunkt war die Bildungsarbeit mit Frauen. Sie gehörte der Theologischen Prüfungskommission der Evangelischen Kirche im Rheinland an, war Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und engagierte sich im Ausschuss für Diakonie, Mission und Ökumene.

1996 wählte die Kreissynode des Kirchenkreises Gelsenkirchen (heutiger Name: Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid) Dorothee Franke-Herber als erste Frau in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) zur Superintendentin; bis 2004 hat sie den Kirchenkreis geleitet.

„Dorothee Franke-Herber war begeistert von der Kraft biblischer Texte, würdigt der amtierende Superintendent Heiner Montanus ihr Engagement. „Diese machte sie stark angesichts der Herausforderungen, denen sie sich gemeinsam mit anderen Mitarbeitenden in Kirchenkreis und Kirchengemeinden stellte: den notwendigen Veränderungen in der kirchlichen Arbeit und dem Festhalten daran, dass Kirche kein Selbstzweck ist.“ Ihr Glaube habe sie mutig, klug und den Menschen zugewandt reden und handeln lassen. „Das Wirken von Dorothee Franke-Herber war für uns ein Segen. Dafür danken wir ihr und Gott.“

Die Urnenbeisetzung erfolgt im engsten Familien- und Freundeskreis in der St. Paulikirche der Evangelischen Kirchengemeinde Soest.

Foto: Manfred Nolte/Fotoarchiv des Kirchenkreises Essen

 

 

 

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